Kurz & klar
Nickelfreier Schmuck gibt kein Nickel an die Haut ab. Edelstahl 316L, Titan und hochkarätiges Gold sind die sichersten Materialien. Die EU begrenzt die Nickelabgabe seit 2001 auf maximal 0,5 Mikrogramm/cm²/Woche.
Was ist Nickel – und warum ist es ein Problem?
Nickel ist ein silberfarbenes Metall, das in vielen Legierungen steckt. Es macht Schmuck härter und günstiger in der Herstellung. Das Problem: Nickel ist das häufigste Kontaktallergen weltweit. Etwa 10–15 % der Frauen und rund 3 % der Männer in Europa reagieren darauf.
Typische Symptome einer Nickelallergie:
Juckreiz, Rötungen, Bläschen oder Hautausschlag – oft erst 12 Stunden bis 3 Tage nach dem Tragen. Besonders kritisch bei Ohrringen und Piercings.
Was bedeutet „nickelfrei“ bei Schmuck?
Nickelfreier Schmuck gibt kein oder nur minimal Nickel an die Haut ab. Der Begriff heißt aber nicht automatisch, dass überhaupt kein Nickel im Material steckt. Entscheidend ist die Nickelabgabe – also wie viel Nickel tatsächlich auf die Haut übergeht.
0,5 Mikrogramm
max. pro cm²/Woche
Schmuck (EU-Grenzwert)
0,2 Mikrogramm
max. pro cm²/Woche
Piercings (EU-Grenzwert)
Geregelt durch die EU-REACH-Verordnung seit 2001. Produkte aus Nicht-EU-Ländern unterliegen diesen Grenzwerten nicht automatisch.
Welche Materialien sind wirklich nickelfrei?
✦ Edelstahl 316L
Der Klassiker für nickelfreie Halsketten Gold, Ohrringe und Ringe. Enthält technisch geringe Mengen Nickel, gibt davon aber praktisch nichts ab. Läuft nicht an, färbt nicht ab, ist wasserfest.
✦ Titan
Komplett nickelfrei, extrem leicht. Häufig für medizinischen Schmuck und Piercings. Nachteil: deutlich teurer und weniger Designvielfalt.
✦ Gold (ab 14 Karat)
Hochkarätiges Gold enthält kaum Nickel. Bei niedrigeren Legierungen (8–9 Karat) werden manchmal nickelhaltige Metalle beigemischt. Preis: hoch.
⚠ Messing & günstiger Modeschmuck
Oft hoher Nickelgehalt. Vergoldung hält die Nickelabgabe nur zurück, bis die Beschichtung abnutzt – oft nach wenigen Wochen. Dann kommt das Nickel direkt auf die Haut.
Nickelfrei vs. hypoallergen – der Unterschied
Nickelfrei
Kein Nickel wird an die Haut abgegeben. Spezifisch auf Nickel bezogen. Die sicherere Wahl bei diagnostizierter Nickelallergie.
Hypoallergen
Allgemein hautfreundlich, geringes Allergierisiko. Kann trotzdem minimale Mengen Nickel enthalten. Weniger spezifisch.
Nickelfreier Schmuck: Woran erkenne ich gute Qualität?
✔️ Material ist klar angegeben (z.B. „316L Edelstahl“)
✔️ Innerhalb der EU hergestellt oder geprüft
✔️ Angaben zur Nickelabgabe oder REACH-Konformität
✔️ Dauerhafte Vergoldung (PVD oder 18K), nicht nur dünne Galvanisierung
Von Glanz: Nickelfreier Schmuck aus Edelstahl
Nickelfreier Schmuck von Von Glanz: Alle Schmuckstücke bei Von Glanz bestehen aus nickelfreiem Edelstahl mit 18K PVD-Vergoldung:
✦ Kein Nickel auf der Haut – auch bei empfindlichen Hauttypen
✦ Wasserfest – Duschen, Schwimmen, Schwitzen kein Problem
✦ Färbt nicht ab, läuft nicht an
✦ Dauerhafte Vergoldung, die nicht nach Wochen verschwindet
Ob Halsketten, Ohrringe, Ringe oder Armbänder – alles nickelfrei, versandfertig nach Deutschland und Österreich. Ein Beispiel: die Evil Eye Halskette Gold – nickelfreier Edelstahl mit 18K Vergoldung und Zirkonia.
Mehr zur Nickelallergie und zur REACH-Verordnung auf Wikipedia.
nn
Häufige Fragen: Nickelfreier Schmuck
Ist Edelstahl immer nickelfrei?
Nicht jeder Edelstahl ist gleich. 316L (Chirurgenstahl) gibt praktisch kein Nickel ab. Andere Stahlsorten können deutlich mehr freisetzen.
Kann ich nickelfreien Schmuck beim Duschen tragen?
Wenn der Schmuck aus Edelstahl 316L besteht und mit PVD vergoldet ist – ja. PVD ist deutlich widerstandsfähiger als normale Galvanisierung.
Wie teste ich, ob mein Schmuck Nickel enthält?
In der Apotheke gibt es Nickel-Teststäbchen. Du reibst damit über den Schmuck – eine Farbänderung zeigt Nickelabgabe an. Kostet wenige Euro.
Ist 925er Silber nickelfrei?
Meistens, aber nicht garantiert. Sterling Silber kann je nach Hersteller geringe Mengen Nickel enthalten. Wer sicher gehen will, greift zu Edelstahl 316L.

